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Störche im Siegtal

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Störche im Siegtal

Seit mehreren Jahren besuchen einige Weißstörche im Sommer regelmäßig das Siegtal und streifen dort umher. Offenbar bieten die Auen im Siegtal, die in den letzten Jahren immer naturnäher wurden und einen hohen Grünlandanteil aufweisen, sowie umgebene Flächen wie z.B. die Hangelarer Heide bei Sankt Augustin gute Lebensmöglichkeiten für den seltenen Vogel. Gebrütet hat der Weißstorch allerdings im Siegtal noch nicht, wahrscheinlich weil keine großen toten Bäume oder geeignete Schornsteine zur Verfügung stehen.

Um dem Weißstorch die Möglichkeit zu eröffnen, im Siegtal auch zu brüten, fördert die BUND NRW Naturschutzstiftung die Aufstellung von sieben Kunstnestern an geeigneten Standpunkten im Rhein-Sieg-Kreis: Hangelarer Heide, Pleisbachtal (Niederpleis), Ingersauel (Naafbachtal), Much, Eitorf-Merten, Hennef (Wiesengut) und Wassack. Weißstörche nehmen in der Regel Kunstnester sehr gerne an. Für Tiere, bei denen das Nistplatzangebot einen Engpass darstellt, sind Nisthilfen eine wirksame und kostengünstige Maßnahme.

Bereits im Jahr 2005 hatte der BUND die Bevölkerung im Kreisgebiet aufgerufen, die Beobachtung von Weißstörchen zu melden und dafür ein Melderegister im Internet eingerichtet. Auffällig war dann die Häufung der Beobachtungen in der Hangelarer Heide bei Sankt Augustin. Dafür sind zwei Erklärungen naheliegend: Zum einen gehen in der Hangelarer Heide besonders viele Menschen regelmäßig spazieren, Störche werden daher also häufig gesehen und gemeldet. Zum anderen bietet das Gebiet mit den dort besonders zahlreichen Heuschrecken und Amphibien eine reichhaltige Nahrungsgrundlage für Störche.

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