Lebensräume & Erholung Siebengebirge

Durch geologische und klimatische Wechsel auf kleinstem Raum besitzt das Siebengebirge eine einzigartige Vielfalt an Biotopen, darunter sehr wertvolle, europäisch geschützte Lebensräume, die eine einzigartige Erholung versprechen.
Etwa 100 Pflanzengesellschaften sind hier zu finden, von denen in Nordrhein-Westfalen über ein Drittel als gefährdet gelten. Besonderen Wert haben die vielen unterschiedlichen Laubwälder. In manchen Bereichen ist das Siebengebirge aber auch eine seit Jahrtausenden genutzte Kulturlandschaft mit Obstbaumgrünland, Feuchtwiesen und nicht zuletzt Weinbergen. Tiere und Pflanzen hatten Zeit, sich an diese Lebensräume anzupassen, und heute besteht ein wesentlicher Teil der biologischen Vielfalt aus Arten, die menschlich beeinflusste Biotope brauchen – vom Ameisenbläuling auf der Feuchtwiese bis zur Zippammer im ehemaligen Steinbruch.

Wald - alte Bäume

Über 80 % des Siebengebirges sind mit Wald bedeckt. Laub- und Mischwälder, zu denen auch sieben aufgrund ihrer Besonderheit europäisch geschützte Waldgesellschaften zählen, machen zusammen 68 % der Fläche aus. In den Südhängen sind dies trocken-warme Eichenwälder, im Nordhang Schlucht- und Hangmischwälder, auf nassen Böden Moorwälder und entlang der Bäche Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder. Besonders wertvoll sind die naturnahen, teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr genutzten Wälder, mit Ihrem Bestand alter Bäume die einer Vielzahl an Säugetieren, Spechten und anderen Vögeln, Käfern und weiteren Insekten ein Überleben ermöglichen. 

Wiesen

Über 80 % des Siebengebirges sind mit Wald bedeckt. Laub- und Mischwälder, zu denen auch sieben aufgrund ihrer Besonderheit europäisch geschützte Waldgesellschaften zählen, machen zusammen 68 % der Fläche aus. In den Südhängen sind dies trocken-warme Eichenwälder, im Nordhang Schlucht- und Hangmischwälder, auf nassen Böden Moorwälder und entlang der Bäche Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder. Besonders wertvoll sind die naturnahen, teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr genutzten Wälder, mit Ihrem Bestand alter Bäume die einer Vielzahl an Säugetieren, Spechten und anderen Vögeln, Käfern und weiteren Insekten ein Überleben ermöglichen. 

Wasser

Das Siebengebirge besitzt ein dichtes Netz an naturbelassenen Bäche und Quellen. Hier wachsen die Larven des Feuersalamander und der Quelljungfern auf, und hier fühlt sich auch der extrem seltene Steinkrebs wohl, der in zwei dieser Bäche seine einzigen Vorkommen in Nordrhein-Westfalen hat. Größere Stillgewässer, durch den früheren Gesteinsabbau entstanden oder ehemals als Fischteiche angelegt, sind nur vereinzelt anzutreffen. Sie sind wertvolle Laichgewässer für europäisch geschützte Amphibienarten wie die Geburtshelferkröte oder den Kammmolch, aber auch eine Vielzahl von Libellen. Kleinere Tümpel und wassergefüllte Fahrspuren beherbergen Wasserinsekten und - als Besonderheit an wenigen Stellen - die Gelbbauchunke.

Fels

Teilweise natürlich, größtenteils aber durch den früheren Gesteinsabbau entstanden, gehören auch Felsen, Block- und Schutthalden zu den Besonderheiten des Siebengebirges. Trotz ihrer geringen Ausdehnung bilden diese Lebensräume einen „hot spot“ der Artenvielfalt. Hier gedeihen Pflanzen wie die Dachhauswurz und das äußerst seltene Kelchsteinkraut, die an extreme Hitze und Trockenheit angepasst sind, und brüten bedrohte Tiere wie Uhu, Wanderfalke und Zippammer. In Felsspalten und Höhlen haben Fledermäuse, aber auch der Feuersalamander ihre frostfreien Winterquartiere.

Weinberge

Obwohl sie größtenteils nicht im Naturschutzgebiet liegen und durch die früheren Rebflurbereinigungen stark an Bedeutung für die Natur verloren haben, sind die Weinberge mit ihren Rändern und Brachen unverzichtbare Lebensräume des Siebengebirges. Sie beherbergen eine besondere Weinbergsflora mit einjährigen Arten wie Rundblättrigem Storchschnabel und Gekieltem Feldsalat sowie Zwiebelpflanzen, darunter Traubenhyazinthen und Wildtulpe als Vorfahren unserer Gartenblumen. Versteckreiche Weinbergsmauern werden bevölkert von den wenig scheuen Mauereidechsen, die bei sonnigem Wetter leicht zu beobachten sind. Auch viele Schmetterlinge wie die Spanische Fahne mögen diese trocken-heißen Biotope.



Ihre Spende hilft.

Suche